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Der Fischfang

Caorle » Der Fischfang

Pescatori 

 

La pesca 

Trotz der zunehmenden Entwicklung des Tourismus behält die Stadt ihren traditionellen Charakter als Stadt am Meer und noch immer ist die Fischerei einer der Hauptaktivitäten der Bevölkerung.
Der Fischfang in der Lagune von Caorle hat eine wichtige Geschichte. Eines der ersten und interessantesten Dokumente geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Am 15. Dezember 1439 hat der Doge Francesco Foscari mit seiner Erklärung "Sul Privileggio delle Acque" (Vom Privileg der Gewässer) der Gemeinschaft von Caorle den Besitztum und die Nutzung aller Gewässer, einschließlich der Mündung der Flüsse Livenza und Tagliamento, mit exklusivem Recht auf Fischfang und Jagd anerkannt. 
Dieses territoriale Recht wird im Laufe der Zeit immer mehr eingegrenzt. Aufgrund des finanziellen Engpasses der Republik Serenissima von Venedig wird im Jahr 1690 der Großteil der Lagune zum öffentlichen Interesse erklärt, demzufolge eingeteilt und zum Verkauf angeboten.
Die Bewohner von Caorle führten dennoch ihre Aktivitäten in der Lagune fort und im Jahr 1853 gründeten sie eine Fischereigenossenschaft. Dieses Amt war die erste Fischereigenossenschaft dieser Art in Italien und erwarb die jahrhundertealten Rechte auf den Fischfang.
Im zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts führt die Verarmung der Lagunenfischerei zur Verlagerung ans Meer. Es werden die ersten Boote namens Bragozzi erworben, die typischen Fischerboote der Lagune, die im Hafen „Porto della Sacheta" (vor dem Heiligtum der Madonna dell'Angelo) oder im Innenteil des Fischereihafens vertäuen. 
Die Bragozzi stellten die letzte Errungenschaft der traditionellen Fischerei dar, die mit Segelbooten stattfand und mit großer menschlicher Mühe einherging. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beginnen im Fischereihafen von Caorle große Motorboote anzulegen, die die Sicherheit der Seeleute erhöhen und die körperlichen Mühen der Menschen verringern.